Wenn die Konjunktur in Gefahr gerät, dann ist Motivation angesagt. Manch einer versucht dies durch regelmäßiges Schönreden. Schon oft ist an den Daten der Arbeitslosenstatistik herumgeschraubt worden um optimistisch stimmenden Zahlen präsentieren zu können.

Nun, in Zeiten der Finanzkrise, ist solch ein Schritt offensichtlich wieder angesagt. Wenn die Zahl der Arbeitslosen schon nicht in der realität sinkt, sollen es die Zahlen auf eine preiswerte Art und Weise richten können. Die Bundesanstalt für Arbeit ist nicht wirklich begeistert von dieser Idee.

Die Bundesregierung möchte alle Arbeitslosen, die in „Privater-Vermittlung“ sind aus der Statistik entfernen. Nicht etwa, in dem diese eine neue Arbeit bekommen. Das wäre wohl zu einfach. Sie sollen einfach gestrichen werden.

Etwa 150000 Menschen sind aktuell bei privaten Vermittlern, die entweder Arbeitslose qualifizieren, oder selbst versuchen, die Arbeitslosen zu vermitteln. Für das gesamte Jahr 2008 waren es etwas 300000. Dies ist eine Mogelpackung, die niemandem hilft. Das Vertrauen in Aussagen der Regierung sinkt damit noch weiter.

Der geplante Gesetzesentwurf zur Neuregelung von Arbeitsmarkt-Instrumenten könnte aber an den Protesten scheitern.

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