Hoax – Täuschung – Kettenmail – Bill Gates verschenkt sein Geld

Viele lassen sich täuschen!

Wieder einmal trudelt eine E-Mail in mein Postfach, die mir leichtes Geld verspricht, wenn ich diese weiter leite.

Diese E-Mail kommt nicht von einem böswilligen Spammer, der mich ärgern will, nein, eine durchaus vertraute Person ist auf den Text hereingefallen. Seit vielen Jahren kursieren diese und ähnliche Texte durch das Netz. Immer wieder gibt es Gutgläubige, die sich von dem scheinbar seriösen Text ködern lassen. Der Gedanke, ganz schnell mal ein paar Euros „abgreifen“ zu können, erleichtert da die Entscheidung. Die Verführung ist da. Es könnte ja etwas dran sein, so denken viele.

Dumm nur, wenn mit dieser E-Mail dann schädliche Inhalte verschickt werden, die sich dann auf dem Computer breit machen, ihn manipulieren und schädigen.

Dabei ist der Text selbst schon steinalt. Sie stammt aus dem Jahr 1999. Würde er nur annähernd stimmen, wäre Bill Gates inzwischen ein armer Mann, weltweit würde aber über seine Großzügigkeit geredet werden. Im englischen Original wurde diese E-Mail als „Kettenbrief: Microsoft/AOL E-Mail Beta-Test“ bekannt.

In den Müll mit solchen E-Mails!

Dabei ist es ganz leicht, den Wahrheitsgehalt solcher Texte zu überprüfen. Ein wenig die Suchmaschine bemühen und schon gibt es reichlich Antworten. Diese sind in der Regel ernüchternd.

Sagt es den Leuten, die euch diese E-Mail geschickt haben!

Beim nächsten Mal sind sie möglicherweise vorsichtiger und entsorgen diese E-Mail sofort.

Nicht möglichen LINKS in den E-Mails folgen!

Leicht gelangt man so auf Internetseiten, die Lücken im Betriebssystem oder bei den Browsern ausnutzen könnten. Schnell ist dann der Computer „gekapert“ oder virenverseucht.

Ein aktuelles Antivirenprogramm, sowie eine Firewall gehören auf JEDEN Computer! Wer sich ganz unsicher ist, kann sich sogar an die Hotline von Microsoft wenden.

Hier ist der „aktuelle“ Text für Leichtgläubige:

Nehmt das Ernst!! Normalerweise sende ich keine Nachrichten dieser Art, aber diese Nachricht kommt von einer sehr guten Freundin, meiner Freundin, diese ist Anwältin und
es scheint eine interessante Möglichkeit zu sein.
Wenn Sie sagt, dass es funktioniert, dann funktioniert es auch.
Jedenfalls kann man nichts dabei verlieren.

Folgendes hat sie mir erzählt:
Ich bin Anwältin und ich kenne das Gesetz. Das ist eine Tatsache.
Täuscht euch nicht, AOL und Intel halten ihre Versprechen aus Angst, vor Gericht gebracht und mit Forderungen in Millionenhöhe konfrontiert zu werden, so wie es Pepsi Cola mit General Electric vor kurzem gemacht hat.

Liebe Freunde, haltet dies bitte nicht für einen dummen Scherz.

Bill Gates verteilt gerade sein Vermögen. Wenn ihr darauf nicht reagiert, könnte es Euch später leidtun. Windows ist noch immer das am häufigsten genutzte Programm. Microsoft und AOL experimentieren gerade mit diesem per e-Mail versandten Text (e-mail Beta Test) Wenn ihr diese Mail an Freunde versendet, kann und wird Microsoft zwei Wochen lang euren Spuren folgen.
Für jede Person, die diese Nachricht versendet, zahlt Microsoft 245 Euro.
Für jede Person, der ihr diese Nachricht geschickt habt und die sie weiterleitet, bezahlt Microsoft 243 Euro. Für die dritte Person, die sie erhält, bezahlt Microsoft 241 Euro.

Nach zwei Wochen wird sich Microsoft mit der Bitte um Bestätigung der Postanschrift an Euch wenden und euch einen Scheck schicken.

Ich habe dies für Betrug gehalten, aber zwei Wochen, nachdem ich diese Mail erhalten und sie weitergeleitet hatte, bat mich Microsoft um meine Postanschrift und ich habe einen Scheck über 24800 Euro erhalten.
Ihr müsst antworten, bevor dieser Test beendet wird. Wenn jemand von euch diese Möglichkeit hat, sollte er sie nutzen. Für Bill Gates sind dies Ausgaben für eine Werbekampagne. Bitte sendet diese Nachricht so Vielen Leuten wie möglich. Ihr solltet mindestens 10000 Euro erhalten.

Wir wären ja bei der Weiterleitung dieser Mail nicht behilflich, wenn nicht auch für uns etwas dabei herausspränge.
Eine Bekannte meines Vaters hat sich vor einigen Monaten hier eingeklinkt.
Als ich sie zuletzt besucht habe, hat sie mir ihren Scheck gezeigt.
Die Summe betrug 4324,44 Euro als Gesamtleistung.

Die Tante von guten Freunden, Tante Patricia, die für Intel arbeitet, hat gerade einen Scheck über 4543,23 Euro für die Weiterleitung dieser Mail erhalten.
Wie gesagt, ich kenne das Gesetz und es stimmt, dass Intel und AOL gerade über eine Fusion verhandeln, die sie zum weltgrößten Anbieter machen würde
und um sicherzustellen, dass sie das meistgenutzte Programm bleiben, führen sie diesen Test durch.

WEISSER RING erweitert Erreichbarkeit

Kostenfreie Rufnummer für bundesweite Opferhilfe

Am 1. Oktober 2009 erfolgte der offizielle Start des neuen Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS. Die bundesweite Opferschutzorganisation intensiviert damit ihr Angebot in Sachen „Schnelle Hilfe für Kriminalitätsopfer“. Es löst die bisherige Rufnummer des Info-Telefons nach einer Übergangsphase ab. Jeder sollte sich die für den Anrufer kostenfreie Rufnummer sofort notieren:

Opfer-Telefon 0800 0800 343

Mit Nummer wurden auch die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme Hilfe suchender Kriminalitätsopfer zum WEISSEN RING deutlich erweitert. Täglich und damit auch an Wochenenden und an Feiertagen ist das Telefon mit speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen von 7-22 Uhr besetzt, die sich ungestört Zeit für die Anrufer nehmen.

Mit dem Mehr an Zeit und einer auf die individuelle Situation des Anrufers ausgerichtete Information über Hilfsmöglichkeiten des WEISSEN RINGS sollen oft vorhandene Hemmschwellen bei Rat suchenden Betroffenen abgebaut werden. „Erfahrungen einer Testphase seit Anfang August zeigen bereits, dass durch die jetzt gegebene Erreichbarkeit an sieben Tagen der Woche mehr Opfer Kontakt zum WEISSEN RING aufnehmen“, so Helmut K. Rüster, der Sprecher des gemeinnützigen Vereins.

Der WEISSE RING hat seit 1976 mit derzeit 420 Anlaufstellen ein bundesweites Hilfsnetz für Kriminalitätsopfer aufbauen können. Mehr als 3.000 Ehrenamtlich tätige stehen den Opfern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite, leisten menschlichen Beistand und persönliche Betreuung, geben Hilfestellung im Umgang mit den Behörden und helfen den Geschädigten auf vielfältige Weise bei der Bewältigung der Tatfolgen. Weitere Informationen finden Sie unter www.weisser-ring.de

VW ist der „wertvollste“ Konzern der Welt

Rund 1000 Euro für eine VW-Aktie

Noch zu Beginn des Jahres gab es dafür gerade einmal 150 Euro.

Gerade sitze ich harmlos an meinem Rechenknecht und arbeite gemütlich vor mich hin, da trudelt diese Meldung über den Nachrichten-Ticker.

Die Börsenspekulationen scheinen völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein, „nur“ weil Porsche seinen Anteil an VW auf 42,6 Prozent aufgestockt hat und gerne noch einmal nachlegen möchte, um schlussendlich auf etwa 75 Prozent kommen zu können.

Das Land Niedersachsen hält 20,2 Prozent an VW. Mit Hilfe eines speziellen VW-Gesetzes sicherte sich das Land bisher eine „Sperrminorität“ bei Entscheidungen, also ein Vetorecht auf der Hauptversammlung der Aktionäre. Porsche versucht, mit Hilfe der EU, die üblichen 25 Prozent als Maßgabe durchzusetzen.

Sollten der Handel mit VW-Aktien zu einemMarkt-Anteil frei verfügbarer Aktien von unter fünf Prozent führen, müsste der Börsen-Handel mit den VW-Papieren eingestellt werden.

Wie verzweifelt müssen die Börsianer sein, um bei all den in den letzten Wochen und Monaten verbrannten Geldmengen bei Immobilienkrediten, nun ganz schnell auf ein anderes Pferd zur schnellen Geldvermehrung zu setzen. Dieses Pferd kann offensichtlich sehr bockig sein, mit fatalen Folgen für die Zockenden.

Vorher wusste ich nicht, dass es möglich ist, Aktien zu leihen, diese dann an der Börse zu verkaufen. So weit, so seltsam. Doch es geht ja noch weiter. Der Verkauf findet nur in der Hoffnung statt, bei fallenden Kursen diese wieder zurück kaufen zu können, um sie am Ende dem Verleiher wieder zurückzugeben. Rund 15 Prozent der VW-Aktien waren angeblich in der letzten Woche verliehen worden.

Diese Leerverkaufsgeschäfte sind eigentlich nichts anderes als öffentliches Glücksspiel außerhalb eines Spielkasinos.

Ergänzung vom 30.10.2008

Hedge-Fonds, die auf sinkende Kurse der VW-Aktie gewettet haben, sollen Milliarden Euro verloren haben – 10 bis 15 Milliarden Euro, nach Aussage der Financial Times. Die Spekulation auf sinkende Preise ging in die Hose. Trotz gestiegener Preise mussten sie die Aktien um jeden Preis zurückkaufen. Schließlich mussten die geleihen Stücke wieder zurückgegeben werden. Da haben die Heuschrecken wohl auf das falsche Pferd gesetzt. Müssen wir nun Mitleid mit ihnen haben? Wohl kaum!

Zeitumstellung

Am Sonntag, den 26. Oktober 2008 wurde die Uhr um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt.

Der Effekt der „Doppelten Stunde“: die Zeit von 02:00:00 Uhr bis 02:59:59 Uhr gibt es zweimal.

Wir haben heute also eine Stunde mehr als sonst zur Verfügung.

Sommerzeit adé. Jetzt gilt also wieder die „normale“ mitteleuropäische Zeit (MEZ). Sie entspricht der mittleren Sonnenzeit des 15. Längengrads östlich von Greenwich.  Winterzeit ist eine landläufig eingebürgerte, aber nicht richtige Bezeichnung dafür – auch wenn die aktuellen Temperaturen dies so erscheinen lassen.

In Deutschland wird die Atomzeit durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ermittelt.

Manche Funkuhren reagieren etwas verzögert, oder wegen eines schlechten Empfangs nicht auf das Steuersignal. Wer sich nach der „falschen“ Uhrzeit richtet, könnte also heute zu früh zu einer Verabredung erscheinen.

Also, erst nach der richtigen Uhrzeit schauen und dann fluchen!

😉

Die Zeit wird übrigens in Deutschland nicht willkürlich umgestellt. Wie so vieles regelt ein speziell dazu erlassenes Gesetz diesen Vorgang:

Gesetz Sommer/Winterzeit:

Verordnung vom 12.07.2001 , veröffentlicht am 18.07.2001 im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil I Nr. 35:
Auf Grund des § 3 des Zeitgesetzes vom 25. Juli 1978 (BGBl. I S. 1110, 1262), der durch das Gesetz vom 13. September 1994 (BGBl. I S. 2322) geändert worden ist, verordnet die Bundesregierung:
§ 1
Ab dem Jahr 2002 wird die mitteleuropäische Sommerzeit (§ 1 Abs. 4 des Zeitgesetzes) auf unbestimmte Zeit eingeführt.
§ 2
(1) Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Im Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.
(2) Die mitteleuropäische Sommerzeit endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Im Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Stunde von 2 Uhr bis 3 Uhr erscheint dabei zweimal. Die erste Stunde (von 2 Uhr bis 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) wird mit 2 A und die zweite Stunde (von 2 Uhr bis 3 Uhr mitteleuropäischer Zeit) mit 2 B bezeichnet.

Eigentlich sollte durch diese Umstellung Energie eingespart werden, da so eine längere Nutzung des Tageslichts möglich war. Erfahrungsgemäß verbrauchen wir so am Abend weniger Strom für Licht, gleichen dies durch einen erhöhten Heizbedarf am Morgen wieder aus.

Im Großen und Ganzen bleibt also „nur“ die europäische Harmonisierung.

Wer sich ausfühlicher über die Zeitumstellung informieren mag, der folge diesem LINK.

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