Zeitumstellung

Am Sonntag, den 26. Oktober 2008 wurde die Uhr um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt.

Der Effekt der „Doppelten Stunde“: die Zeit von 02:00:00 Uhr bis 02:59:59 Uhr gibt es zweimal.

Wir haben heute also eine Stunde mehr als sonst zur Verfügung.

Sommerzeit adé. Jetzt gilt also wieder die „normale“ mitteleuropäische Zeit (MEZ). Sie entspricht der mittleren Sonnenzeit des 15. Längengrads östlich von Greenwich.  Winterzeit ist eine landläufig eingebürgerte, aber nicht richtige Bezeichnung dafür – auch wenn die aktuellen Temperaturen dies so erscheinen lassen.

In Deutschland wird die Atomzeit durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ermittelt.

Manche Funkuhren reagieren etwas verzögert, oder wegen eines schlechten Empfangs nicht auf das Steuersignal. Wer sich nach der „falschen“ Uhrzeit richtet, könnte also heute zu früh zu einer Verabredung erscheinen.

Also, erst nach der richtigen Uhrzeit schauen und dann fluchen!

😉

Die Zeit wird übrigens in Deutschland nicht willkürlich umgestellt. Wie so vieles regelt ein speziell dazu erlassenes Gesetz diesen Vorgang:

Gesetz Sommer/Winterzeit:

Verordnung vom 12.07.2001 , veröffentlicht am 18.07.2001 im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil I Nr. 35:
Auf Grund des § 3 des Zeitgesetzes vom 25. Juli 1978 (BGBl. I S. 1110, 1262), der durch das Gesetz vom 13. September 1994 (BGBl. I S. 2322) geändert worden ist, verordnet die Bundesregierung:
§ 1
Ab dem Jahr 2002 wird die mitteleuropäische Sommerzeit (§ 1 Abs. 4 des Zeitgesetzes) auf unbestimmte Zeit eingeführt.
§ 2
(1) Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Im Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.
(2) Die mitteleuropäische Sommerzeit endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Im Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Stunde von 2 Uhr bis 3 Uhr erscheint dabei zweimal. Die erste Stunde (von 2 Uhr bis 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) wird mit 2 A und die zweite Stunde (von 2 Uhr bis 3 Uhr mitteleuropäischer Zeit) mit 2 B bezeichnet.

Eigentlich sollte durch diese Umstellung Energie eingespart werden, da so eine längere Nutzung des Tageslichts möglich war. Erfahrungsgemäß verbrauchen wir so am Abend weniger Strom für Licht, gleichen dies durch einen erhöhten Heizbedarf am Morgen wieder aus.

Im Großen und Ganzen bleibt also „nur“ die europäische Harmonisierung.

Wer sich ausfühlicher über die Zeitumstellung informieren mag, der folge diesem LINK.

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