5. Internationaler Kissenschlacht-Tag am Brandenburger Tor 2012 in Berlin

5. Internationaler Kissenschlacht-Tag am Brandenburger Tor 2012 in Berlin

Beim fedrigen Vergnügen am International Pillow Fight Day flogen friedlich die Fetzen

5. Internationaler Kissenschlacht-Tag am Brandenburger Tor 2012 (Foto: Ralf Salecker)

5. Internationaler Kissenschlacht-Tag am Brandenburger Tor 2012 (Foto: Ralf Salecker)

Wir schreiben Samstag, der 7. April 2012. Etwa 250 bis 300 junge Menschen haben sich gegen 15:00 Uhr vor dem Berliner Brandenburger Tor zum sog. „Pillow Fight Day“ versammelt. Auch wenn die Aktion gerne noch als spontaner Flshmob bezeichnet wird, ist sie längst darüber hinaus gewachsen. Ein paar Tausend hatten ihr Kommen über Facebook angekündigt, doch wie fast immer in solchen Fällen, setzen nur wenige ihre Ankündigung in die Tat um. Hier gilt wohl der olympische Gedanke, dabei sein bei den Zusagern, ist alles.
😉

2008 hat der inzwischen weltweit durchgeführte Internationale Kissenschlachttag seinen Anfang genommen. Inzwischen sind etwa 150 Städte weltweit bei diesem friedlichen Kräftemessen dabei. Manch einer nimmt es als Frustabbau, andere dagegen möchten einfach nur ihren Spaß haben. Den hatten sie alle ganz offensichtlich. Niemand kam bei der großen Kissenschlacht in Berlin zu Schaden. Die Polizei stand am Pariser Platz bereit, falls die Veranstaltung aus dem Ruder laufen sollte. Offensichtlich genossen auch sie das ungewöhnliche Treiben, welches nah etwa einer halben Stunden von ihnen langsam, freundlich aber bestimmt beendet wurde. Am Schluss fegte die Stadtreinigung die Federn zusammen. Der Paltz sah aus, als wenn hier die moderne Version von rau Holle gedreht wurde.

Die Kissenschlacht verlief nach festen Regeln

Unbewaffnete dürfen nicht angegriffen werden. Wer also kein Kissen in der Hand hält ist tabu. Gleiches gilt für Brillenträger und Leute mit einer Kamera. 100-Prozentig hat es nicht funktioniert. Im Regelfall geschah dies aber im Eifer des Gefechtes. Eine Entschuldigung gab´s zum Treffer mit dem Kissen dazu.
Als weitere wichtige Regel gilt das gemeinsame Aufräumen nach der Schlacht. Diese Regel schien den meisten aber nicht bewusst oder egal zu sein. Der Pariser Platz ließ sich aber gut mit den Kehrmaschinen der Berliner Stadtreinung auf Vordermann bringen.
Meist dauert das Vergnügen rund eine halbe Stunde. Danach gibt es auch kaum mehr intakte Kissen.
Eine öffentliche Grünanlage ist für einen solchen Spaß denkbar ungeeignet. Die Unmengen an Federn sind nur sehr schwer zu entfernen, vor allem, wenn sie feucht werden.

Das Motiv dieser Kissenschlacht ist der Kampf um den öffentlichen Raum

Manch einer schüttelt über diese Veranstaltung entrüstet den Kopf. Schließlich entsteht eine Menge „Dreck“, der auf Kosten der Steuerzahler beseitigt werden muss. Auch wenn der Spaß eindeutig im Vordergrund steht, hat der „International Pillow Fight Day“ schon einen tieferen Sinn.
Der schleichende Verlust an öffentlichem Raum wird von vielen als sehr problematisch empfunden. In einer öffentlichen und spektakulären Aktion soll er wieder zurück erobert werden. Ob dieser Umstand den meisten teilnehmern bewusst ist, sei dahin gestellt.
So formulieren es die Initiatoren (Quelle: www.pillowfightday.com/about) folgendermaßen:

One of our goals is to make these unique happenings in public space become a significant part of popular culture, partially replacing passive, non-social consumption experiences like watching television, and consciously celebrating public spaces in our cities as our “urban living rooms.” The result, we hope, will be a global community of participants in a world where people are constantly organizing and attending these happenings in every major city in the world.
This project, Pillow Fight Day 2012, is a collaboration of many people who comprise a loose, decentralized network of urban playground event organizers all over the world.

Ralf Salecker

Nun noch eine kleine Bilder-Galerie der Kissenschlacht am Brandenburger Tor

Fotoausstellung – Flaneure, von Menschen und ihren Wegen

Einladung zur Eröffnung der Fotoausstellung

Fotografien von HZ und Regina Henke

  • Eröffnung 1: 14.10.2009 um 13 Uhr
  • Eröffnung 2: 15.10.2009 um 18 Uhr
  • Rathaus Reinickendorf
  • Nordhalle
  • 2. Stock
  • Eichborndamm 215-239
  • 13437 Berlin
  • U8 und Bus X33, 221, 322 bis Rathaus Reinickendorf
  • 14. Oktober bis 27. November 2009 Mo – Fr  09-18 Uhr
  • Eintritt frei
  • www.gruene-wege-berlin.de
Die 20 Grünen Hauptwege sind ein Bürgernetzwerk, wo freiwillige “kritische Flaneure” ein Wegenetz abgelaufen sind und Informationen über diese Wege zusammengetragen wurden. Das ist eine Planung des Berliner Landschaftsprogramms, 1984 für West-Berlin und 1994 für die ganze Stadt beschlossen. Diese Planung, die noch nicht umgesetzt war, war Ausgangspunkt für das Bürgerprojekt. Die Auswertungen der Flaneursberichte wurden dem Senat zur Verfügung gestellt. Seit Herbst 2005 gibt es nun eine Übersichtskarte dieses Wegenetzes. Die Verbesserung dieses Netzes geht immer noch weiter. Besonders wichtig ist dem Projekt das Zu-Fuß-Gehen. So geht es vor allem darum, das Augenmerk immer wieder auf die Qualität der Wege als Spazierwege zu lenken.
In der Ausstellung werden Fotografien von den Menschen und ihren Wegen gezeigt.
Ein Drache Namens Fangorn am Olympiastadion

Ein Drache Namens Fangorn am Olympiastadion

Mittelaltermarkt am Berliner Olympiastadion

Ein schuppiges Wesen unterwegs in Charlottenburg-Wilmersdorf…

Ein neuer Veranstalter von Mittelaltermärkten – und dann noch am Berliner Olympiastadion? Kann das funktionieren?

Die Ankündigungen für das Mittelalter-Spektakel waren groß. Ein wenig zu groß, hatte ich das Gefühl.

Am ersten Abend, in der Walpurgisnacht, wollten ein paar Freunde und ich es wissen.

Der erste Eindruck war dann durchaus positiv. Liebevoll gestaltete Stände. Auf den inzwischen schon fast überall anzufindenden Indianerschmuck und ähnliches wurde glücklicherweise verzichtet.

Für das leibliche Wohl gab es ausreichend feste und flüssige Nahrung zu annehmbaren Preisen. Die Vorführung von Cultus Ferox hat mir persönlich weniger gefallen. Nur laut und einfache Rhythmen – auch eine inzwischen typische Mittelalter-Unsitte. Schunkelübungen für Trunkene in Spé. Da habe ich von denen schon viel besseres gehört.

Für´s Auge gabe es kleinere Lager von Mittelalter-Gruppen. Dazu kam noch ein wenig Handwerk und Handel hinzu. Alles in allem eine gemütliche Atmosphäre.

Der Drache Fangorn ist inzwischen auf vielen Märkten zu finden. Neugierig gemacht hat uns die Gelegenheit, die bekannte Show einmal im Dunkeln zu sehen. So richtig glatt lief sie dann nicht ab, was aber nichts ausmachte. Ganz im Gegenteil. Vormals fand ich sie zu bemüht in ihrem Versuch ernsthaft und episch zu wirken. Jetzt boten sie eine unterhaltsame Mischung mit viel spaßigen Elementen. Ein Drache, dem zwischenzeitlich das feuerspucken schwerfiel. Ihn bekämpfende Krieger, die langsam ungeduldig werden. dann wieder ein Drache, der ungeduldig mit dem Fuß wippt, oder sogar ungeduldig einem Krieger in den Allerwertesten tritt.

Kurz und gut, es hat Spaß gemacht. Was will ich mehr?

Ein durchaus empfehlenswerter Markt für die, die es gemütlicher mögen. Ob der höhre Preis an den darauffolgenden Tagen wirklich gerechtfertig war, kann ich nicht beurteilen.

Drache Fangorn im Berliner Olympiastadion (Foto: Ralf Salecker) Drache Fangorn im Berliner Olympiastadion (Foto: Ralf Salecker) Drache Fangorn im Berliner Olympiastadion (Foto: Ralf Salecker) Fangorn speit Feuer im Berliner Olympiastadion (Foto: Ralf Salecker) Drache Fangorn im Berliner Olympiastadion (Foto: Ralf Salecker)

 

Reichstagsgebäude Berlin

Reichstagsgebäude Berlin

Historische Aufnahme des Berliner Reichstags

Das Gebäude wurde von 1884 bis 1894 im Stil der Neorenaissance im Ortsteil Tiergarten (heute Bezirk Mitte) vom Architekten Paul Wallot errichtet.

Reichstagsgebäude Berlin - historische Aufnahme

Bis 1918 beherbergte es den Reichstag des deutschen Kaiserreichs. Anschließend war es das Parlament der Weimarer Republik

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg

Die Gedächtniskirche in Charlottenburg-Wilmersdorf

Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, umgangssprachlich kurz Gedächtniskirche, steht auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm im Berliner Ortsteil Charlottenburg (Foto: Unterwegs in Berlin) Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, umgangssprachlich kurz Gedächtniskirche, steht auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm im Berliner Ortsteil Charlottenburg (Foto: Unterwegs in Berlin) Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, umgangssprachlich kurz Gedächtniskirche, steht auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm im Berliner Ortsteil Charlottenburg (Foto: Unterwegs in Berlin)

Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche steht auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm im Berliner Ortsteil Charlottenburg.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bei alliierten Bombenangriffen im November 1943 weitgehend zerstört. Die 68 Meter hohe Ruine des alten Hauptturms blieb, bautechnisch gesichert, als Mahnmal gegen den Krieg erhalten.

Graffito – Für manchen sind es nur Schmierereien

Graffito – Für manchen sind es nur Schmierereien

Das Leben ist voll von Wahlmöglichkeiten…

Am Freitag waren wir einmal wieder unterwegs in Berlin…

Auch wenn viele Graffiti nicht unbedingt schön oder interessant sind, gibt es doch immer wieder positive Beispiele:

Das Leben ist voll von Wahlmöglichkeiten

Graffito in der Köpenicker Straße im Berliner Bezirk Mitte (Zwischen Ost-Bahnhof und Engelbecken).

Foto: Peter Siebke

Nahe dabei liegt die Köpi (auch Køpi geschrieben). Dabei handelt es sich um ein ein 1990 besetztes und  schon 1991 legalisiertes Haus in der Köpenicker Straße 137 in Berlin-Mitte.  Inzwischen ist es ein autonomes Wohnprojekt und Kulturzentrum. In Eigenarbeit wurde es von den Besetzern renoviert und umgebaut und bietet nun auch einige Veranstaltungsräume. Hof und Garten werden als Platz für eine Wagenburg genutzt.

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