Layouten und gestalten mit Scribus Version 1.3.3.11

Pagemaker, ein Produkt der Firma Aldus, war vor vielen Jahren das erste Programm, welches das professionelle Layouten von Dokumenten am heimischen MAC oder PC ermöglichte.

Inzwischen ist viel Zeit ins Land gegangen. Pagemaker, jetzt bei Adobe, wird nicht mehr gepflegt. Zu kaufen gibt es aber die Version 7 noch immer, da es auch auf den langsamsten Computern noch brav seinen Dienst tut und leicht zu erlernen ist.

Desktop Publishing (DTP) beschäftig sich in erster Linie mit der Gestaltung von Dokumenten. Im Regelfall wird ein solches Programm nicht verwendet, um einen Brief, oder ähnliches zu formulieren, auch wenn alle einen reinen Textmodus anbieten. DTP-Programme dienen quasi als Container für alle Daten, die im gedruckten Dokument erscheinen sollen, um diese dann für einen möglichst perfekten Druck aufzubereiten. Waren Layout-Programme Anfangs ausschließlich auf diese Funktion beschränkt, sind heute eine Vielzahl von Grafik-und Typografie-Funktionen integriert, die kaum mehr Wünsche offen lassen.

QuarkXPress und InDesign sind die Platzhirsche in diesem Segment. Jede Version bringt eine Unmenge neuer Funktionen mit sich, die die Arbeit des Gestalters erleichtern, sie aber auch immer schwerer erlernbar machen. Wahre typografische Wunder sind mit diesen Programmen möglich.

Textprogramme, die ebenso einen immer größeren Funktionsumfang bereitstellen, von dem der Normalnutzer maximal fünf Prozent nutzt, sind eigentlich nur Programme, die mit Text möglichst gut umgehen sollen. Ein Buch ist also komfortabel zu erstellen. Je komplexer aber die Anforderungen an die Möglichkeiten und Qualitäten der Gestaltung und dem Umgang mit Texten und Bildern sind, um so weniger eignen diese sich für solche Arbeiten – auch wenn sie dieses gerne von sich behaupten.

Wer mit Word ein 100-seitiges Dokument mit einer Vielzahl an Bildern erstellt hat, weiß sicherlich ein Lied davon zu singen. Druckereien bekommen schnell graue Haare, wenn Word-Dokumente gedruckt werden sollen.

Gute DTP-Programme kosten sehr viel Geld. Doch es gibt eine gute und kostenlose Alternative.

Scribus ist ursprünlich ein OpenSource Projekt aus der Linux-Welt, welches weltweit von einer großen Anzahl engagierten Entwicklern immer weiter verbessert und in viele Sprachen übersetzt wird. Seit Version 1.3.3.7 ist Scribus plattformübergreifend erhältlich, und es läuft unter Linux/Unix, Mac OS X, OS/2 und Windows. Um mit PDF- und Postscript-Daten umgehen zu können ist das ebenso kostenlose Ghostscript notwendig. Grundlagen im Umgang mit Scribus werdenim Scribus-Fourum aber auch hier, hier und hier beschrieben.

DTP-Programme dienen der Erstellung druckfertiger Dokumente. Eine vernünftige Planung bei der Erstellung der Rohdaten, deren Verarbeitung und Platzierung im Layout ist also unumgänglich, um eine hohe Druckqualität zu gewährleisten. Viele machen den Fehler, niedrig aufgelöste Bilder aus dem Internet zu nehmen, die dazu noch im RGB-Farb-Modus vorliegen. Probleme wären dann schon vorprogrammiert.

Es gibt kein kostenloses Programm, welches nur annähernd an die Möglichkeiten dieses DTP-Programms heranreicht.

Funktionen:

  • große Flexibilität beim genauen Plazieren von Objekten
  • Erstellung interaktiver PDF-Formulare und PDF-Präsentationen
  • Vorlagenverwaltung für einzelne Seiten
  • Farbmanagement  bei CMYK-Bildern
  • Import von tif, jpg, psd
  • Import und Export von PDF, EPS und SVG-Dateien
  • Beschneidungspfade in CMYK-TIFF- und CMYK-JPEG-Dateien
  • echte gegenüberliegende Seiten; Objekte können über mehrere Seiten plaziert werden
  • eine Ablagefläche um Daten außerhalb des Satzspiegels zu plazieren
  • Farbseparation
  • ICC-Farbmanagement
  • vielfältiger PDF-Export
  • eingebaute Druckvorstufenüberprüfung für Druck und PDF-Export
  • Vektor-Zeichentools
  • Schrifteffekte
  • Unterstützung für Open-Type-Schriftarten
  • per Drag-and-Drop zu bedienbare Bibliothek (Scrapbook)
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