Entlassungen an der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg?!?

Erfolge der Musikschule durch Sparmaßnahmen gefährdet

Wenige Tage vor der BVV-Sitzung am 27.01.10 wurden die LehrerInnen der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg von der Leiterin Frau Finger darüber informiert, dass aufgrund von Sparmaßnahmen des Bezirkes 23 LehrerInnen und deren ca. 200 SchülerInnen gekündigt werden soll, um 220.000 € einzusparen.

Die Kündigungen sollen auf der BVV-Sitzung am 27.1.10 beschlossen werden!

Dass diese Rechnung nicht aufgeht zeigt der hohe Deckungsgrad der Musikschule durch die Einnahmen der Schülerentgelte; tatsächlich würde der Bezirk durch die Kürzungen nur ca. 22.000 € einsparen!

Die seit Jahren sehr erfolgreiche Arbeit der Musikschule hinsichtlich Jugendbildung, Kultur und Integration wird durch die Sparmaßnahmen in Frage gestellt. Der Schaden wäre hoch, der Spareffekt für den Bezirk jedoch sehr gering!

Sie sind eingeladen zur:

Protestveranstaltung mit Livemusik und viel Radau:

  • Mittwoch, 27.01.2010, ab 17Uhr
  • Yorckstr. 4–11 (Rathaus)
  • Kreuzberg

Wir fordern:

  • Keine Kürzungen im Etat der Musikschule!
  • Keine Entlassungen von LehrerInnen und SchülerInnen!
  • Musikalische Ausbildung muss für alle Schichten der Gesellschaft zugänglich und bezahlbar bleiben!

Aufgebrachte Grüße von

Schülerinnen und Schülern der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg

Ansprechpartner für Nachfragen:

Roman Hengge

Tel: 0176⁄29922844

E-Mail:romheng@yahoo.de

3 comments to Entlassungen an der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg?!?

  • Ich verstehe nicht, wie Politiker immer wieder Kürzungen im Bildungswesen beschließen können. Deutschland als rohstoffarmes Land ist angewiesen auf eine überdurchschnittlich gute Ausbildung der jungen Generation und trotz aller Expertenmeinungen, Studenten‑ und Schülerproteste und dem Unmut in der Bevölkerung werden noch immer erfolgreiche Schulen geschlossen (wie dieses Beispiel einer Musikschule aus Berlin eindrucksvoll zeigt), Lehrer entlassen und Schul‑/Uni-Kosten erhöht. So wird man jedenfalls alles andere als wettbewerbsfähig in den kommenden Jahrzehnten.

  • Bildung, vor allem solche Bildung deren direkter ökonomischer Nutzen nicht in Heller und Pfennig belegbar ist, scheint keine besonders große Werrtschätzung zu erhalten…

  • Konkret

    Ein Armutszeugnis an die verantwortlichen Politiker!
    Wer sich als Volksvertreter derzeit profilieren will, nimmt gern mal den Begriff „Musikschule“ in den Mund – gerade in der aktuellen Debatte um HartzIV „Bildungsgutscheine“… eine gute Idee … In den Medien verteilen sie die Gutscheine schon jetzt und jeder von ihnen möchte das Patent mal wieder für sich beanspruchen.
    Die Realität sieht komplett anders aus!
    Eine Erfolgseinrichtung in Sachen Sozialisation, Bildung und Integration wie die Musikschule Kreuzberg soll kaputtgespart werden, obwohl sie sich zum größten Teil selbst durch Gebühren finanziert!
    Und es ist nicht das erste Mal, dass man wieder und wieder vermeintlich vernünftigen und intelligenten Voklsvertretern den Sinn einer solchen Einrichtung erklären muss, um sie am Leben zu erhalten.
    Learning never ends – stimmt! Aber was merken sollte man sich schon dabei.

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