Ethik bleibt in Berlin als Unterrichtsfach bestehen

 Die Wahlbeteilung für den Volksentscheid war äußerst gering. Es gingen für die Entscheidung Religion als verpflichtendes Schulfach einzuführen im günstigsten Fall immer noch weniger als 34 Prozent an die Wahlurnen.

Die geringste Wahlbeteiligung kratzte sogar an der 20 Prozentmarke.

Im Durchschnitt beteiligten sich gerade einmal 29 Prozent der Wahlberechtigten an dem Volksentscheid. Etwa 32 Prozent der Berliner gehören der evangelischen oder römisch-katholischen Religionsgemeinschaft an.

Etwas über 14 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für eine Gesetzesänderung.

Die äußerst emotional geführte mediale Schlacht hat ihr anvisiertes Ziel erheblich verfehlt. An der Einführung des Wahlpflichtfachs Religion hatten insgesamt noch weniger Wähler ein Interesse, als am Weiterbestehen des Flughafen Tempelhofs. Damals beteiligten sich 36,1 Prozent der Wahlberechtigen an der Abstimmung.

Nun hätte ein schlechteres Wetter die Wahlbeteiligung möglicherweise ein wenig in die Höhe getrieben. Dem Wetter alleine die Schuld am Wahlausgang zu geben dürfte eine zu verkürzte Antwort sein.

Insgesamt hat die Auseinandersetzung die Gräben zwischen den beteiligten Parteien eher tiefer werden lassen, oder sogar abschreckend auf die Wähler gewirkt.

Auf den Internetseiten des Landeswahlleiters Berlin sind die aktuellsten Ergebnisse zum Volksentscheid sowie die Verteilung auf die Berliner Bezirke abrufbar.

Der Tagesspiegel hat eine Auftstellung der Wahlergebnisse zum Volksentscheid 2009 über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion für alle Berliner Wahllokale zusammengestellt.

 

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