Eine ausgewogene und maßvolle Ernährung wirkt sich positiv auf den Gesundheitszustand des Menschen aus. Viele Verbraucher scheint dies aber nicht zu kümmern, denn ernäh­rungsbedingte Krankheiten nehmen immer mehr zu und unsere Lebensmittel verändern sich, weil ganz neue Anforderungen an sie gestellt werden, in Produkte, die nicht mehr nur satt machen sondern dem Wunsch nach Gesundheit entsprechen sollen.
Zeitsparend und ohne große Mühe halten sie angeblich unseren Körper fit bis ins hohe Alter. Zweistellig anwachsende Umsatzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Die Gesellschaft für Konsumforschung sprach 2004 von einem prognostizierten Umsatzvolumen von 67 Milliarden Euro jährlich weltweit.
Alles angereichert mit dem „wichtigsten“, was der Körper so braucht, oder aber modifiziert durch den Austausch oder die Verminderung von problematischen Bestandteilen in der Nahrung.
Vereinfachend werden sie häufig als Funktionelle Lebensmittel bezeichnet, wobei Designer-Food (für einen bestimmten Zweck konstruiert, wie zum Beispiel alle Light-Produkte), Novel-Food, sowie Nutraceutical (ein Kunstwort aus Heilmittel und Ernährung; häufig auch als Bezeichnung für die Zusatzstoffe, die von medizinischem oder gesundheitlichen Nutzen sind) durchaus als synonyme Begriffe verwendet werden. Dabei sind neue Formen von Lebensmitteln keine Erfindung unserer Zeit. Margarine (damals eine Emulsion aus Rinderfettextrakt, Wasser und Magermilch) sei hier nur ein Beispiel für ein Produkt, welches ursprünglich als „Armeleute-Butter“ gedacht war. Die Erbswurst, der Urvater aller industriell produzierten Fertignahrung (Convinience Food), ein Gemenge aus Erbsenmehl, Speck, Salz, Gewürzen, und Zwiebeln, wurde zuerst um 1870 in großen Mengen vom preußischen Heer eingesetzt. Auch die Jodierung von Speisesalz, um Mangelerscheinungen vorzubeugen zeigt, dass es durchaus nachvollziehbare Gründe für deren Einsatz geben kann

Funktionelle Lebensmittel

Funktionelle Lebensmittel sind solche, die über ihre normale Ernäh­rungsaufgabe hinaus wichtige physiologische Werte beim Konsumenten längerfristig und zielgerichtet beeinflussen sollen. Sie sollen unter anderem eine gesunde Darmtätigkeit fördern, zur Bewahrung des Knochen­baus beitragen, eine Stärkung des Immunsystems durch Begünstigung einer gesunden Darmflora bewirken, kräftigend auf Herz und Kreislauf wirken, für einen gesunden Schlaf sorgen und die Konzentration steigern. Alles Effekte, die wissenschaftlich nachweisbar sein müssen – so eine Forderung europäischer Wissenschaftler, die aber bisher aber nirgends ihren Niederschlag fand.
Genau hier beginnt eine Grauzone, weil diätetisch wirksame Lebensmittel oder mit anderen Zusatzstoffen angereicherte Nahrungsmittel hier in einen Topf mit Heilmitteln geworfen werden – von der Werbung durchaus beabsichtigt.
Alles in allem sind Funktionelle Lebensmittel immer auch Lebensmittel, die normal gegessen, also nicht in Pillen- oder Pulverform verabreicht werden.
Versprochen oder belegt…
In Deutschland gibt es eine klare rechtliche Trennung von Lebensmitteln und Heilmitteln, geregelt entweder im Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-Gesetz (LMBG) oder in der Arzneimittelverordnung. Heilmittel werden erst als solche anerkannt, wenn sie zeit- und geldintensive Studien durch­laufen haben. Normale Lebensmittel dürfen nicht einfach zum Heilmittel umdeklariert werden. Ebenso ist eine irreführende Bezeichnung eindeutig verboten. Um trotzdem einen zusätzlichen Nutzen zu beschreiben bedient sich die Werbung so genannter Claims (Ansprüche), mit denen – mehr oder weniger direkt – eine bestimmte Wirkung geltend gemacht wird.
Ein Beispiel wäre die Aussage: „Dieses Produkt enthält viel Calcium und dieses ist notwendig für den Aufbau von Knochen und Zähnen“. Wissenschaftlich belegbar ist die Produktwirkung in den seltensten Fällen.
Studien kosten viel Geld, verteuern das schon teurere Produkt erheblich und betrachten im Regelfall nicht die komplexen Zusammenhänge in Lebensmitteln, sondern nur einige wenige ausgesuchte Wirkstoffe. Langfristige Auswirkungen von Modifikationen werden bisher nicht einmal im Ansatz erfasst.
Die Health-Claims stammen noch aus einer Zeit, als die Europäische Kommission für Industrie und Landwirtschaft noch für die Lebensmittelsicherheit zuständig war. Im Jahr 2000 bekam die Kommission für Verbrau­cher­schutz als Folge vieler Lebens­mittelskandale den Bereich Lebens­mittelsicherheit zugesprochen. Die Health-Claims wurden in einem Weißbuch für Lebensmittelsicherheit neu formuliert.
Im Mai 2005 entschärfte das  Europäische Parlament die so genannte Health-Claims-Verordnung (EU-Verordnung über nährwert- und gesund­heitsbezogene Angaben von Lebensmitteln). Sie lehnt damit ein Verbot von nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben ab, wenn das beworbene Lebensmittel ein „ungünstiges Nährwertprofil“ (relativierende Angaben zu Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen, Salz …)  aufweist. Gefordert war von der Europäischen Kommission für Verbraucherschutz einmal eine Einschränkung der Werbung für ungesunde Lebensmittel mit so genannten Health-Claims, die von den ungesunden Eigenschaften des Le­bensmittels ablenken, wie zum Beispiel Bonbons, welche damit werben, besonders viele Vitamine zu enthalten.
Ebenso scheiterte das Verbot von so genannten impliziten, gesundheitsbezogenen Angaben, die sich auf allgemeine, nicht spezifische Wirkungen von Nährstoffen oder Lebensmitteln für die Gesundheit, das Wohlbefinden oder die „normalen Körperfunk­tionen“ beziehen – beziehungsweise auf psychische oder verhaltensorientierte Wirkungen eines Lebensmittels. Das Zulassungsverfahren für die Verwendung gesundheitsbe­zo­gener Angaben in der Werbung sollte erheblich vereinfacht werden.
Ein Jahr später sieht alles anders aus. Aussagen zum Nährwert wie fettarm oder ballaststoffreich sind nach der vom Europäischen Parlament im Mai 2006 erlassene Health-Claim-Verordnung eindeutig zu belegen. Die Zulässigkeit von nährwert- und ge­sund­heits­be­zogenen Angaben misst sich dann an den noch genauer zu bestimmenden Nährwertprofilen. Ge­sund­heits­be­zogene Angaben wie „Vollkorn hält den Darm gesund“ dürfen dann nur noch gemacht werden, wenn sie wissenschaftlich nachprüfbar sind und nach einer Bewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zugelassen wurden. Alle Aussagen, die wenig aussagekräftig und nicht nachprüfbar sind („hält jung und verbessert das Gedächtnis“), sollten künftig verboten sein.
Nicht gestattet wäre die Werbeaussage: „Milch schützt vor Osteo­porose“. Anfang der 1970er Jahre hatte man noch eigens eine Krankheit, die „Maroditis“, erfunden, gegen die Milch schützen sollte…
Japan hat in diesem Sektor eine lange Tradition vorzuweisen. Die staatlichen Gesundheitsbehörden vergeben für Funktionelle Lebensmittel mit wissenschaftlich nachgewiesenem Nutzen das so genannte FOSHU-Label. Inzwischen nimmt die Zahl der solchermaßen gekennzeichneten Lebens- und Genussmittel dort stark zu. Kekse gegen Eisenmangel, Chips, die Stress mindern, mit Ballaststoffen angereichertes Eis und Getränke für eine schönere Haut sind dort an der Tagesordnung. Die aktuelle Zertifizierung ist aus europäischer Sicht stark in die Kritik geraten, da die Kontrollen nur sehr oberflächlich seien.
Bisher gibt es nur ein Produkt in Europa, welches mit seiner Werbeaussage in der Europäischen Union zugelassen ist. Becel pro aktiv (die Halbfettmargarine enthält Phytosterin, welches als „Konkurrent“ Cholesterin verdrängt) darf mit der wissenschaftlich belegten Aussage werben, „schlechtes“ LDL-Cholesterin würde um 10 bis 15 Prozent gemindert und dadurch das Herz-Kreislauf-Risiko um 25 Prozent reduziert können. Auf deren Verpackung steht sogar ein Hinweis zur Anwendung. Bei empfohlenen 20 bis 25 Gramm Margarine pro Tag nimmt man rund zwei Gramm Pflanzensterine zu sich, nicht wirklich wenig. Das Ausmaß der Cholesterinspiegelsenkung hängt allerdings ab von der sonstigen Ernährungsweise, der körperlichen Aktivität und speziellen Vererbungsfaktoren.
In dem Beipackzettel von Azu­prostat, einem Medikament zur Behandlung von Prostatabeschwerden, steht als mögliche Nebenwirkung (bei einer normalen Dosierung von 130 Milligramm Phytosterol  pro Tag): Oberbauchbeschwerden, Bauchschmerzen, Übelkeit und Hautausschlag. Bei dem Wirkstoff Phytosterol handelt es sich um ebenso ein Pflanzensterin wie im Becel-Produkt. Hier treten die möglichen Nebenwirkungen schon bei einer Dosierung von weniger als 10 Prozent der von der Halbfettmargarine empfohlenen Verzehrmenge auf. Becel pro aktiv ist ohne Rezept zu erwerben…

Zusätze und deren Funktionalität

Die moderne Lebensmittelindustrie verfährt in der Produktion nach dem Baukastenprinzip. Nahrungsmittel werden in ihre Bestandteile zerlegt, diese entweder angereichert, isoliert oder schließlich um gewünschte Eigenschaft verstärkt wieder neu zusammengesetzt. Die ursprüngliche Konsistenz kann dabei verloren gehen, wenn Lebensmittel unter hohem Druck und hoher Temperatur in eine formbare Masse verwandelt und in eine neue Form gebracht werden (Knabberartikel, rekonstruierte Feinkost, Knäckebrot, Frühstücks­cere­alien, Kartoffelklöße). Während dieses nicht unbedingt schonenden Prozesses gehen viele Inhaltsstoffe verloren.
Zusatzstoffe sind unter anderem Faserstoffe, Proteine, Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und Mikroorganismen die dem Körper vermehrt zugeführt werden sollen oder solche, die andere, weniger erwünschte, verdrängen sollen.
Die zunehmende Zahl an Erkrankungen der Herzkranzgefäße geht einher mit einem erhöhten Cholesteringehalt im Blut. Lebensmittel die diesen positiv beeinflussen wurden besonders untersucht. Dazu gehören insbesondere Hafer, Gerste, sowie pflanzliche Öle (mehrfach ungesättigte Fettsäuren) und Margarine (Phyto­ste­rinester). Durch Anreicherung der Nahrung mit Phytosterinen (als Cholesterinverdränger), Isoflavonen (aus Soja), b-Glucanen und Nahrungsfasern versucht man nun den Cholesterinspiegel zu senken. Phytosterine (auch als  Sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet) sind pflanzliche Fette. Sie sind im Aufbau mit tierischem Cholesterin vergleichbar, ihre Wirkung ist aber gegensätzlich, sie wirken cho­lesterinsenkend.
Nahrungsfasern zeigen oft einen gesundheitlichen Nutzen bei Verstopfungen, Diabetes und Fettleibigkeit. Stärke und unverdauliche Oligosac­charide (Präbiotika gelangen praktisch unverdaut in den Darm, wie zum Beispiel Insulin) dienen der erwünschten Darmflora als Nahrungssubstrat. Probiotika (von pro biotisch: für das Leben) sind fermentierte Milchprodukte, deren erwünschte Bakterien (Milchsäurebakterien wie L. casei oder Bifidobakterien) sich im Darm ansiedeln sollen, und so die unerwünschten verdrängen. Probiotische Joghurts und ähnliche Produkte können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie in größerer Menge regelmäßig jeden Tag konsumiert werden. Ansonsten geht der Effekt gegen Null. Ein Drittel der aufgenommenen probiotischen Kulturen übersteht den Verdauungstrakt und gelangt in den Darm. Von diesen schafft es gerade ein Drittel, sich dort anzusiedeln. Lebensmittel, die eine Kombination von Pro- und Präbiotika enthalten, nennt man Synbiotika. Da auch herkömmliche Produkte bei regelmäßigem Verzehr eine positive Wirkung auf die Darmflora haben, ist der besondere Nutzen probiotischer Produkte schwer zu beurteilen.
Um die Knochenstruktur möglichst lange zu erhalten wird Calcium, Zink, Vitamin D, und Magnesium in den Lebensmitteln angereichert.
Antioxidativ wirkende Substanzen wie Vitamin C und E, Selen, Iso­flavone oder Lignane sollen Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen entgegenwirken.
Solche modifizierten Lebensmittel sind Margarine, Müslimischungen, Säfte und Milchprodukte.

Novel Foods

Novel Foods – Definition

Lebensmittel und Lebensmittelzutaten

  • mit neuer oder gezielt modifizierter primärer Molekularstruktur (zum Beispiel Fettersatzstoffe);
  • die aus Mikroorganismen, Pilzen oder Algen bestehen oder aus diesen isoliert werden (zum Beispiel Öl aus Mikroalgen);
  • die aus Pflanzen bestehen oder isoliert worden sind (zum Beispiel Phytosterole), und aus Tieren isolierte Lebens­mittelzutaten. Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, die mit herkömmlichen Vermehrungs- oder Zuchtmethoden gewonnen wurden und erfahrungsgemäß als unbedenklich gelten, gehören nicht zum Geltungsbereich der Verordnung.
  • bei deren Herstellung ein nicht übliches Verfahren angewandt worden ist, wenn das Verfahren eine bedeutende Veränderung der Zusammensetzung oder Struktur bewirkt hat, die sich auf den Nährwert, den Stoffwechsel oder auf die Menge unerwünschter Stoffe im Lebensmittel auswirkt (zum Beispiel enzymatische Konversionsverfahren).

Die zum Geltungsbereich der Novel Foods-Verordnung gehörenden Produkte dürfen nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn im Rahmen des Mitteilungs- oder Genehmigungsverfahrens belegt wurde, dass sie

  • keine Gefahr für den Verbraucher darstellen,
  • keine Irreführung des Verbrauchers bewirken und
  • sich von vergleichbaren Produkten, die sie ersetzen sollen, nicht so unterscheiden, dass ihr normaler Verzehr Ernährungsmängel für den Verbraucher mit sich brächte.

Kennzeichnungsvorschriften für Novel Foods

Der Verbraucher muss durch eine entsprechende Kennzeichnung informiert werden über:
·    alle Merkmale und Eigenschaften – wie Zusammensetzung, Nährwert oder nutritive Wirkungen, Verwendungszweck des Lebensmittels – die ein neuartiges Produkt von vergleichbaren Lebensmitteln oder -zutaten auf der Basis einer wissenschaftlichen Beurteilung anhand einer angemessenen Analyse vorhandener Daten nachweislich unterscheiden, mit einem Hinweis auf das Verfahren, mit dem die Veränderungen erzielt wurden,
·    neu eingeführte Stoffe, die die Gesundheit bestimmter Bevölkerungsgruppen beeinflussen könnten (zum Beispiel Allergene),
·    und neu eingeführte Stoffe, gegen die ethische Vorbehalte bestehen.

Was bei den vorher genannten Funktionellen Lebensmitteln als großer Interpretationsfreiraum erscheint, ist bei den Neuen Lebensmitteln in der Novel Foods-Verordnung genau geregelt.
Novel Foods sind Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, die vor dem Inkrafttreten der EU-Verordnung am 15.Mai 1997 über neuartige Lebensmittel und Lebens­mittelzutaten in der Europäischen Gemeinschaft noch nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr genutzt wurden.

Brauchen wir Funktionelle Lebensmittel?

In unverfälschten Nahrungsmitteln existiert eine große Vielzahl an Wirkstoffen, die erst durch ihr „natürliches“ Zusammenwirkung heilende oder fördernde Wirkungen erzielen. Die aktuelle Forschung entdeckt immer neue komplexe physiologische Zusammenhänge. Nahrungsaufnahme ist auch kein Selbstzweck. Vielmehr sollten Entspannung, Genuss und das soziale Miteinander ganz entscheidende Komponenten des Essens sein.
Teuer erkaufte Nahrungsmittel mit zweifelhaftem Nutzen, anstelle einer ausgewogenen Ernährung, die nur der Kompensation eines unvernünftigen und einseitigen Lebens- oder -er­nährungsstil dienen, können keine Alternative sein.
Einzig Menschen mit Mangelerscheinungen werden für eine überschaubare Zeit auf Funktionelle Lebensmittel als Ergänzung zur ge­wohnten Ernährung zurückgreifen müssen, um ein Defizit auszugleichen.
Industriell unter extremen Bedingungen behandelte Lebensmittel enthalten eine Vielzahl von Ab- und Umbauprodukte aus Eiweiß und Koh­lenhydraten. Diese künstlichen Zusatzstoffe und Fett- oder Zuckerersatzstoffe bewirken möglicherweise einen Anstieg allergischer Reaktionen. Selbst die Astronautennahrung ist schwer in die Kritik geraten. Obwohl sie so konzipiert ist, dass sie alles für den Körper notwendige enthält, leiden gerade Astronauten unter auffälligen Mangelerscheinungen. Deren Nahrung soll in Zukunft wieder natürlicher ausfallen und nicht aus der Tube kommen.
Funktionelle Lebensmittel betonen immer nur einige ausgewählte Aspekte der Ernährung. Natürliche Lebensmittel sind schon von Natur aus funktional. Wenn wir also von möglichst vielen Nahrungsmitteln wenig zu uns nehmen, kommen wir automatisch zu einer ausgewogenen Ernährung, ohne in Gefahr zu geraten mit einem Zuviel spezieller Inhaltstoffe in Konflikt zu geraten.
Preiswerter als Funktionelle Lebensmittel, sind naturbelassene allemal! Was kann ein Funktionelles Lebensmittel, was ein Becher Natur­joghurt versehen mit ein paar Löffeln Honig und einem Löffel Leinsamen oder eine Banane nicht auch können?
Letztendlich sind alle natürlichen Lebensmittel Funktionelle Lebensmittel Par Excellance!
Je intensiver wir uns an die beliebige Veränderung unserer Nahrung gewöhnen, umso stärker entfremden wir uns auch von deren natürlicher Produktion und Verarbeitung. Wenn wir Lebensmittelskandale und die Bequemlichkeit in unserer Ernährung zum Anlass nehmen, die Flucht hin zu konstruierten Lebensmitteln zu wählen, weil diese ja angeblich die Lösung für jedes mögliche Gesundheitsproblem darstellen, dann wird sich dies unweigerlich im Anbau und der Gewinnung dieser Nahrungsmittel niederschlagen.
Letztendlich geben wir biologisch aber auch sozial gesehen damit einen Teil unserer Kultur auf.

Ralf Salecker

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