Vater Staat finanziert billige Zeitarbeit

Eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion brachte gerade dieses gerade einmal wieder an den Tag.

Die Bundesregierung hat zwischen Mai 2008 und Mai 2009 etwa 530 Millionen Euro für die Unterstützung von Zeitarbeitern ausgegeben. 60000 von ihnen bekamen im Mai letzten Jahres ergänzendes Hartz-IV.

Nun bekommen aber nicht nur Zeitarbeiter die notwendige zusätzliche Unterstützung – also aufstockendes Hartz-IV. Mehr als 9 Milliarden Euro werden pro Jahr dafür ausgegeben.

Die Forderung von Hessens Ministerpräsident Roland Koch nach einer Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger scheint in diesem Zusammenhang besonders lächerlich. Kochs Forderung ist nur so zu verstehen, dass Hartz-IV-Empfänger anscheinend in privat betriebenen „sozialen Einrichtungen“ für weitere Einnahmen sorgen sollen. Schon beim Einsatz Wehrpflichtiger im Zivildienst ist ein enorm hoher Missbrauchsanteil bekannt. Das „Gehalt“ für den missbräuchlichen Einsatz bezahlt der Staat.

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