Stadtpark Steglitz

Stadtpark Steglitz

Ein sich schlängelnder Grünzug

Der mit der Verwaltungsreform 2001 gebildete Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist einer der grünsten Bezirke Berlins.
Und doch gibt es auch dort noch Parks, die eher unbekannt sind. Zu ihnen gehört der Stadtpark Steglitz – eine grüne Oase inmitten städtischer Umgebung.
Von der Albrechtstraße gelangt der Spaziergänger direkt in die kleine, leicht hügelige Parklandschaft mit lauschigen Erholungsecken, schönen Sitzgruppen, bizarren alten Bäumen und Blumen. Ein kleiner Teich sowie Spielplätze, eine Minigolfanlage und eine Jugendverkehrsschule bereichern die 17 Hektar große Anlage.
Angelegt wurde der als Landschaftspark geplante Stadtpark Steglitz in den Jahren 1906 bis 1914 vom damaligen Gartendirektor Fritz Zahn und dem Gartenbauinspektor Rudolf Korte. Auf ursprünglich sumpfigem Gelände angelegt, ist der heutige Park großzügig bewaldet und verfügt über mehrere Teiche. Im Zentrum liegt ein Rondell mit Springbrunnen. Als ein Schmuckstück kann der von einer Hainbuchenhecke umfasste Rosengarten mit dem in der Mitte liegenden Seerosenbecken angesehen werden.
In dem vorhandenen Musikpavillon finden im Sommer Konzerte statt, die über den Bezirk hinaus bekannt sind.
Wer den großen Teil des Stadtparks verlässt, über die Sedanstraße geht, schräg den kleineren Teil des Parks durchquert und die Klingsor- und Birkbuschstraße überquert, gelangt fast ohne Übergang und auf kurzem Weg in den Bäkepark.

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(Für eine Ansicht in Google Street View einfach das orange-gelbe Männchen auf die Markierung ziehen)

Seinen Namen hat der Park von der Bäke (Telte), einem kleinen Bach, der ursprünglich von Berlin in den Griebnitzsee bei Potsdam floss. Seinen Ursprung hat er am Südhang des Steglitzer Fichtenbergs, der mit 68 Metern höchsten Erhebung zwischen Schloßstraße und Botanischem Garten im Ortsteil Steglitz. Ein imposanter 40 Meter hoher Wasserturm an der Schmidt-Ott-Straße, der 1886 nach Plänen des Landesbaurats Otto Techow errichtet wurde, steht als Wahrzeichen auf dem Gipfel des Berges. Dieser war schon sehr früh ein bevorzugtes Siedlungsgebiet, wie der Fund von 8 000 bis 10 000 Jahre alten Steinbeilen aus der letzten Periode der Altsteinzeit bezeugt. Hier lag der Ursprung von Steglitz.
Heute wird die Bäke unterirdisch durch das Zentrum von Steglitz geführt, tritt an der Haydnstraße zu Tage, um dann nach eintausend Metern, gegenüber vom Hafen Steglitz, in den Teltowkanal zu münden. Der 1906 eröffnete Teltowkanal fließt weitgehend im Bett der ehemaligen Bäke. Das Flusstal gehörte zu den Kerngebieten der 1157 gegründeten Mark Brandenburg.
Theodor Fontane lernte das Bäketal noch vor dem Kanalbau kennen und gab seine Eindrücke in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ 1882 wieder.
Der Bäkepark wird durch das Fließ, den Bäketeich, einen alten Baumbestand, Liegewiesen und ausgedehnte Abenteuerspielplätze zu einer innerstädtischen Grünanlage für Groß und Klein.
An trockenen Sommertagen ist die Bäke ein Rinnsal, in Regenperioden aber ein Bach mit großen Wassermengen, so dass einem bewusst wird: Hier wurden früher mehrere Mühlen angetrieben.
Hat man den Park durchquert und ist am Teltowkanal angelangt, bietet sich an, entlang des Kanals den Spaziergang bis zum Schlosspark Lichterfelde auszudehnen.
Die durch beide Parks führenden Wege locken Spaziergänger ebenso an wie für Jogger. Im Winter werden die kleinen Anhöhen ungefährliche Rodelberge für Kleinkinder.
Mit dem Öffentlichen Nahverkehr sind beide Parks von verschiedenen Seiten aus zu erreichen.

Peter Siebke

Verkehrsanbindung:

  • Bus: M82, 186, 282, X83, 283, 284, 380

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