Vattenfall sammelt im Zoopalast

Unterschriften um jeden Preis

Vorbei sind die Zeit, da wir unbehelligt ins Kino konnten. Haben wir vormals uns an Werbeaktionen der Zigaretten-Industrie in den Kinos gewöhnt, müssen wir dies wohl neuerdings auch mit einer neuen Form der Kundenbeeinflussung tun.

Montags wollte ich einfach nur ins Kino. Der Zoopalast ergab sich eher zufällig, doch der Film “Willkommen bei den Sch’tis” lockte. Zurecht, wie sich dann herausstellte.

Da noch ein paar Minuten Zeit bis zum Einlass waren, blieb uns nichts anderes übrig, als in der nicht mehr ganz taufrischen Vorhalle auszuharren. Es war ein Fehler. Ein ziemlich junger Mann – so um die 18 – kam, ausgerüstet mit einer Kladde auf uns zu marschiert. Wir hätten die kurze Möglichkeit zu Flucht nutzen sollen…

Ein Blick aus der Ferne auf die Kladde machte mir schon klar, dort werde ich ganz bestimmt keine Unterschrift leisten.

Mein Blick trog mich nicht. Vattenfalls fragwürdige Werbetour unter dem Motto „Ihre Unterschrift kann den Klimawandel stoppen“ war nun auch hier angelangt. In bester Drückermentalität forderte der junge Mann immer beharrlicher meine Unterschrift unter Vattenfalls Versuch, sich als umweltbewusstes Unternehmen zu tarnen.

Als ich mehrfach sagte, ich würde solch ein Verhalten ganz bestimmt nicht durch meine Unterschrift unterstützen wollen, steigerte sich sein Drängen.

Es wäre doch völlig egal, ob ich dafür oder dagegen sei. Es gehe doch nur um eine Unterschrift…

Werden bei Vattenfall die Unterschriftensammler nach Anzahl der Unterschriften bezahlt? Wie sonst ist solch ein unglaubliches Verhalten zu erklären?

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