In vielen Haushalten stehen ein oder mehrere Computer. Kleine brave Hilfskräfte sollen sie sein und problemlos ihre Aufgaben erledigen.

Würden sie ihre Wohnungstüre offen lassen, wenn sie ihre Wohnung verlassen, gar auf eine Impfung verzichten, um sich vor mehr oder weniger unfreundlichen Bakterien zu schützen, oder gar einen Bungee-Sprung ohne Bungee-Seil unternehmen?

Genau dieses findet aber auf einer Vielzahl von Computern statt! Der Weg ins Internet ist heutzutage schnell geschafft. Daten wandern hin und her oder werden mit Freunden ausgetauscht. All diese Daten kommen von anderen Datenträgern, mit e-Mails, sind Bestandteil der bunten Internetseiten oder stammen aus der bewussten oder unbewussten Installation von Software. Nicht alle dieser Daten sind erwünscht.

Was kann alles geschehen? Installierte Software möchte u. U. Kontakt mit dem Internet aufnehmen. Wissen sie immer, welche dies in Ihrem Sinne tut, um z.B. nach neuen oder fehlerbereinigten Versionen zu suchen. Nicht jede Software fragt sie, bevor diese den Schritt ins Internet unternimmt. Während sie am Computer sitzen und das Internet durchstöbern, kann eine rege Tätigkeit stattfinden, von der sie nichts wissen. Tastaturanschläge werden aufgezeichnet. Persönliche Daten können weitergegeben werden, die nichts in fremden Händen zu suchen haben. Diese Datenströme sind manchmal verschlüsselt, so dass sie keine Chance haben, ihre Harmlosigkeit zu überprüfen. Möchte sie, dass andere in den Besitz ihrer Passworte gelangen?

Wenn Daten vom Computer nach außen wandern können, kann dies auch umgekehrt der Fall sein. Fremde Programme nisten sich ungefragt und unbemerkt auf ihrem Computer ein. So genannte Dialer versuchen möglicherweise teure Einwahlverbindungen ins Internet einzurichten.

Neben Spionage- und Dialer-Programmen gibt es aber auch solche mit zerstörerischer Wirkung. Viren, Würmer und Trojaner sind heutzutage in aller Munde. Der durch sie verursachte Schaden geht weltweit in die Milliarden. Mache löschen ausgewählte Daten, andere die gesamte Festplatte.

Nun werden sie sagen, alles nur Panikmache, ich als Privatmensch werde doch kaum zum Opfer werden. Natürlich können sie Glück haben. Es mag übertrieben sein, wenn Entwickler von Schutzsoftware behaupten, ein ungeschützter Computer ist nach 10 bis 120 Minuten im Internet infiziert.

Hardware-Firewall: Gehen sie mit einem Router ins Internet, weil sie eine DSL-Verbindung haben, dann ist dort meist eine Firewall eingebaut. Diese beschränkt aber im Regelfall „nur“ den unbefugten Zugriff von Außen auf ihren Computer.

Firewall-Programme überwachen den Datenverkehr zwischen Computer und Internet. Sie fragen nach, wenn in irgendeine Richtung ein Datenverkehr stattfindet. Sie können dem für jeden Vorgang zustimmen (einmalig oder dauerhaft), oder dieses ablehnen. Z.B., sie haben die Firewall installiert, starten zum ersten Mal ihren Browser. Da dieser nun versucht Kontakt ins Internet aufzunehmen, bekommen sie sofort eine Meldung ihrer Firewall. Sie entscheiden, ob er dies darf, oder nicht. Jede Entscheidung ist natürlich auch wieder rückgängig zu machen – also keine Bange.

Antiviren-Programme überwachen ihren Computer auf Schädlinge. Sie arbeiten ständig im Hintergrund. Dabei wird ihr Computer natürlich ein wenig langsamer. Manche überprüfen regelmäßig alle Dateien auf Veränderung und vergleichen die gefundenen Daten mit einer Bibliothek in der die Schädlinge beschrieben sind. Diese Bibliothek, aber auch die Software selbst muss regelmäßig aktualisiert werden, um auch der neuesten Erreger Herr werden zu können. Einer Firewall wird bei Nachfrage also mitgeteilt, diese Schutzsoftware darf Kontakt mit dem Internet aufnehmen. Ferner können sie mit Antiviren-Programmen auch gezielt einzelne Dateien überprüfen.

Daneben gibt es auch kleine Such- und Desinfektionsprogramme, die sich über diejenigen Schädlinge hermachen, die sich schon auf dem Rechner eingenistet haben. Solche Programme müssen bewusst gestartet und eingesetzt werden. Danach empfiehlt sich dann die Installation eines Antiviren-Programms.

Vorsorge ist also auch hier besser als…

😉

Im Folgenden möchte ich ihnen aus jeder genannten Kategorie ein kostenloses Programm vorstellen, welches sie bei Bedarf aus dem Internet herunterladen können. Die LINKS werden wir auch auf unserer Internetseite (www.falkenseer-kurier.info/software) veröffentlichen. Eine halbwegs schnelle Verbindung ins Internet ist zu empfehlen. Verfügen sie nur über ein analoges Modem, ohne ISDN oder DSL, dann dauert das Herunterladen einige Zeit.

Sie können alle Softwareprodukte (Freeware und Shareware) auch von der gut gepflegten und vor allem auch schnellen Seite von „Freenet“ (www.freenet.de) herunterladen. Falls sie eine Software nicht finden, geben sie einfach einen entsprechenden Suchbegriff ein.

www.freenet.de/freenet/computer_und_technik/download/index.html

Aktuelle Computerzeitschriften haben als Beilage eine CD, die ihnen den zeitaufwändigen Download erspart.

Zonealarm

ZoneAlarm, von der Firma ZoneLabs kann von privaten Anwendern und gemeinnützigen Einrichtungen kostenlos benutzt werden (http://www.zonelabs.de). Diese Benutzerfreundliche Firewall verhindert Zugriffe durch Hacker und andere unbekannte Bedrohungen. Sie blockiert Zugriffsversuche identifiziert Hacker systematisch und blockiert „jegliche“ Eindringungsversuche. Der Stealth-Modus macht ihren Rechner automatisch im Internet „unsichtbar“, d.h., sie sind deutlich schwerer zu identifitieren.

In vielen Vergleichen schneidet sie recht gut ab. Vor allem ist sie gerade für Anfänger leichter zu bedienen.

Herunterladbar unter:

http://download.zonelabs.com/bin/free/de/download/znalmDetails.html

AntiVir

AntiVir Personal Edition ist ein gutes, für den privaten Gebrauch kostenloses, Antivirus – Programm von H+BEDV (http://www.antivir.de/de). AntiVir erkennt und entfernt über 50.000 Viren und schützt ihren Computer gegen Virenangriffe.

Es sucht auch nach Makroviren, erkennt Bootsektor- und Master-Bootsektorviren und überprüft Archive (komprimierte Datensätze) in definierbarer Tiefe. Die Virenbibliotheken können via Online-Update aktuell gehalten werden.

Herunterladbar unter:

www.free-av.de

Stinger

Dieses kostenlose Programm vom Antivirus-Software Hersteller „McAfee“ (http://vil.nai.com) AVERT Stinger erkennt und entfernt Viren. Es kann als Ergänzung gängiger Antivirensoftware, oder aber zur Grundreinigung, vor deren Installation eingesetzt werden. Vor allem dann erweist sich sein Nutzen, wenn ein Computer schon infiziert ist. USchnell können Sie ihn von vielen Übeltäter befreien. Um einen Wurm aus einem befallenen System zu entfernen, starten sie Stinger und wählen Sie über den „Add“-Button die zu scannenden Verzeichnisse, Festplatten oder Diskettenlaufwerke aus. Der Scanvorgang wird per „Scan Now“ gestartet. Stinger repariert alle entdeckten infizierten Dateien automatisch.

Windows XP und Me Benutzer sollten in jedem Fall vorher die Systemwiederherstellungs-Funktion deaktivieren, da ansonsten der alte (infizierte) Zustand wieder hergestellt werden könnte.

Herunterladbar unter:

http://vil.nai.com/vil/stinger

Ralf Salecker

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