X-Mas allerorten…

Diese Verkürzung für Christmas, die aus dem englischen Sprachraum in den letzten Jahren zu uns herübergeschwappt ist, verbreitet sich, dank anglizismengeiler Medien immer weiter.

Hipp ist, was englisch klingt, also nutzen wir es weidlich. Allüberall in der Werbung ist es anzutreffen.

Wozu sich alter Worte wie Weihnachten bedienen, wenn solch tolle Wortschöpfungen wie X-Mas existieren.

Der Verein Deutsche Sprache hat sich aufgemacht, diesem Übel abzuhelfen. 30000 Mitglieder stark, setzt er sich für den Schutz der deutschen Sprache ein.

Diesmal hat er nun „X-Mas“ mit einer roten Karte versehen. Für ihn ist es das nervigste Wort des Jahres.

Wird es etwas nutzen?

Ich glaube nicht!

Platz zwei der überflüssigsten Wörter eroberten die englischen Begriffe „Flyer“ (Flugblatt) und „Human Resources“ (Angestellte). Gerade letzterer Begriff zeigt doch auf eine sehr direkte Art den Status eines Angestellten in Firmen, die solche Begriffe verwenden. So wird der Mensch zum Objekt, bei dem nur der Nutzwert zählt. Nach dem Gebrauch ist er dann wegzuwefen…

Schließlich muss niemand gedankenlos die gedruckten Phrasen aller Art verwenden. Die, die es trotzdem tun – also z.B. die Werber –  müssen sich nur fragen lassen, welche Zielgruppe sie eigentlich ansprechen wollen.

Möglicherweise sind wir ja nicht damit gemeint. Nur, wer soll es dann sein? Irren Werber etwa?

Frohe X-Mas – Verzeihung, es soll natürlich Frohe Weihnachten heißen!

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